Bürgerstiftung hilft

Die Bürgerstiftung Werra-Meißner, die in besonderer Weise Projekte unterstützt, die von ehrenamtlichem Engagement getragen werden, unterstützt auch die Eschweger Tafel. Die Vorsitzende Ursula Baumgärtel-Blaschke und Hans Giller (im Bild links) kamen mit der Zusage zur Tafel, dass sich die Stiftung mit einem Zuschuss von 600 Euro am Kauf eines neuen Kühlgerätes beteiligt. Margot Furchert und Hans Liese vom Tafel-Vorstand (rechts) waren erfreut über die Zusage und zeigten den Gästen das neue Kühlgerät, das bei den tropischen Temperaturen dieses Sommers ganz dringend für die Lebensmittel-Lagerung gebraucht wird.    sf/Foto: sf

Hans Liese neuer Chef     der Eschweger Tafel

ESCHWEGE. Seit 38 Jahren ist Hans Liese aus Reichensachsen beruflich in der Integrationsarbeit von Menschen in Arbeit tätig. Der Vorschlag, bei der Eschweger Tafel im Vorstand mitzuwirken, überraschte ihn zwar, nach einer Überlegungsphase kam er aber doch zu dem Entschluss, sich mit beginnendem Ruhestand künftig vorrangig in der organisatorischen Tafelarbeit zu engagieren.

Erfreut über diese Bereitschaft wählten die Mitglieder der Tafel in einer Mitgliederversammlung Hans Liese einstimmig zu ihrem neuen 1. Vorsitzenden. Damit ging ein fast einjähriges Provisorium bei der Eschweger Tafel zu Ende, da der bisherige 1. Vorsitzende das Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte und die Aufgaben des Vereinschefs kommissarisch von den übrigen Vorstandsmitgliedern weiter geführt werden mussten.

 

„Auf gute Zusammenarbeit“

Wie Hans Liese ausführte, freut er sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den seit Jahren sehr engagierten ehrenamtlichen Tafel-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der neue Vorstand der Eschweger Tafel: 1. Vorsitzender Hans Liese, 2. Vorsitzender Eckhard Göller, Kassenwartin Karin Hellwig, Schriftführer Roland Wedekind, Beisitzer mit besonderen Aufgaben Christa Zeich, Margot und Siegfried Furchert.

In der gut besuchten Versammlung blickte der 2. Vorsitzende Eckhard Göller auf die Tafelarbeit des vergangenen Jahres zurück. Göller dankte vor allem den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in 2017 mit oft sehr schwieriger Arbeit den reibungslosen Ablauf der Tafel garantierten. Mit guten Ergebnissen endeten verschiedene von der Tafel gestartete Lebensmittel-Sammelaktionen, zum Beispiel beim Erntedankfest, Open flair und in Lebensmittel-Märkten des Kreises. Aber auch der Köche-Verein, der Rotary-Club, Kindergärten, Schulen und Privatleute starteten erfolgreiche Hilfsaktionen. Mit solchen Sammelaktionen will die Tafel auch in diesem Jahr wieder ein breites Publikum ansprechen.

Kassenwartin Karin Hellwig ließ in ihren Ausführungen anklingen, dass nur durch einige großherzige Spenden die finanzielle Situation der Tafel zufriedenstellend ist. Auf diese Spenden sei die Tafel auch in Zukunft dringend angewiesen, um ihre Arbeit fortsetzen zu können. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

 

Schwerpunkte künftiger Arbeit

Der neue Vorsitzende der Tafel, Vater von zwei erwachsenen Kindern, zeigte auch einige Schwerpunkte seiner künftigen Tafelarbeit auf. Wie Hans Liese, dessen Ehefrau Margret sich ebenfalls für die Tafel engagiert, betonte, möchte er auch beruflichen Erfahrungen einbringen. Ob bei der Heranführung an eine Beschäftigung im allgemeinen Arbeitsmarkt oder der Weiterbildung für eine neue berufliche Tätigkeit, in seiner bisherigen regionalen und überregionalen Tätigkeit hat Liese schon vielen Betroffenen Hilfestellungen geben können.

Auch Tätigkeiten bei der Integration von Aussiedlern und Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt durch sprachliche und berufliche Qualifikation waren Hans Lieses schon immer eine sehr wichtige Aufgabe.

Die Eschweger Tafel sieht Hans Liese als „zusätzliche Abfederung“ für sozial Schwache. Gerade ältere Menschen mit geringer Rente sollten den Mut aufbringen und zur Eschweger Tafel kommen. Die Hilfe der Tafel sollten aber nur wirklich Bedürftige in Anspruch nehmen, und nicht Personen, die die Tafel als zusätzliches Zubrot zu ihnen schon gewährte soziale Leistungen betrachten und auch noch fordernd auftreten.

Der Tafel-Vorstand, hinten von links: Margot Furchert (Beisitzerin), Hans Liese (1. Vors.itzender), Karin Hellwig (Kassenwartin), Siegfried Furchert (Beisitzer). Vorn von links: Roland Wedekind (Schriftführer), Christa Zeich (Beisitzerin) und Eckhard Göller (2. Vorsitzender).

Viel Lob von Annegret Kramp-Karrenbauer

ESCHWEGE. Lob und Anerkennung für den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Eschweger Tafel von Annegret Kramp-Karrenbauer. Die CDU-Generalsekretärin, die nach einem Auftritt in Eschwege mit dem Landtags-Abgeordneten Dirk Landau die Eschweger Tafel besuchte, weiß, wovon sie spricht, denn sie war selbst schon in der Saarbrückener Tafel aktiv.

„Die ehrenamtliche Arbeit aller Tafel-Mitarbeiter bewerte ich sehr hoch, denn sie opfern nicht nur viel Freizeit, sondern leisten auch einige körperliche Arbeit“, die Meinung von AKK, wie sie in politischen Kreisen gerufen wird. Annegret Kramp-Karrenbauer, vom Tafel-Vorsitzenden Hans Liese und einigen Vorstandsmitgliedern begrüßt, erkundigte sich sehr gründlich über den Arbeitsablauf in der Eschweger Tafel und führte bei einem Rundgang durch die Tafel viele Gespräche mit dem Vorstand und den Mitarbeitern über das Einsammeln, die Kontrolle und Ausgabe der Lebensmittel.

In den Gesprächen betonte Kramp-Karrenbauer, dass ihr und den politisch Verantwortlichen durchaus bewusst sei, dass das Problem der steigenden Armut in unserem Lande dringend gelöst werden muss. Die Generalsekretärin nahm auch einige Denkanstöße der Eschweger Mitarbeiter mit, wie die Politik den Tafeln helfen könne. So kann man sich bei der Eschweger Tafel ein Gesetz nach französischem Vorbild vorstellen, das den Erzeugern und Märkten die Vernichtung von Lebensmitteln verbietet. Der Überfluss an Lebensmitteln sollte vielmehr den Tafeln zur Ausgabe an Bedürftige zur Verfügung gestellt werden.

Auch das Argument, dass das Einkommen vieler Tafel-Kunden (Rentner) verbessert werden sollte, so dass sie die Hilfe der Tafeln nicht mehr in Anspruch nehmen müssen und die Tafeln damit überflüssig werden, kam zur Sprache. Für Annegret Kramp-Karrenbauer ein Argument, das man weiter diskutieren müsse.                (sf)

 

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (6. v. re.) und der Landtagsabgeordnete Dirk Landau (3. v. li.) besuchten die Eschweger Tafel.

Rotarier: 2000 Euro für Zukunft der Tafel-Kinder

Die Eschweger Tafel freut sich über Spenden der Eschweger Rotarier: Der Vorstand der Rotarier mit Präsident Thorsten Berneburg und Schatzmeister Hans-Joachim Vock an der Spitze (Bild oben) überreichten Gutscheine im Wert von 2000 Euro, die die Kinder der Tafel-Kunden für Lernmaterialien oder Sportbekleidung eintauschen können. Dieser Betrag ist durch den Mistelver-kauf der Rotarier-Frauen zusammen gekommen. Der Tafel-Vorsitzende Hans Liese dankte den Rotariern für die großherzige Spende, die auch noch die Kosten für einen neuen Gastro-Kühlschrank übernahmen. Liese: "Wir sind froh über diese Hilfen, denn die Zahl der Hilfe bedürftigen nimmt ständig zu, und erfordert von uns immer neue Überlegungen, wie wir das alles bewäl-tigen können!".    (sf)

Spendenübergabe: 2000 Euro, die für Lernmittel für Schulkinder von Bedürf-tigen verwendet werden sollen, übergaben Rotary-Präsident Thorsten Bernburg(2. v.l.) und seine Vorstandsmitglieder an den Tafel-Vorstand mit Hans Liese (li.) und Margot Furchert (re.).

Open-Flair: 2000 Kilo für die Tafel

Von Siegfried Furchert

 

ESCHWEGE. Obwohl sie alle sicher auch einmal kurz an einer der Open-Flair-Bühnen den Fanta Vier, den Toten Hosen oder The Offspring und Co. zugejubelt haben, für die fünfzehn Mitarbeiter der Organisation foodsharing gab es einige weitere ganz wichtige Aufgaben: Viele Festival-Besucher versorgen und von den heimkehrenden OF-Fans noch genießbare Lebensmittel einsammeln.

Das klappte auch in diesem Jahr ganz hervorragend. Die foodsharing-Truppe sortierte die Waren aller Art von der Konservendose bis zur Nudeltüte und Salami, prüfte das Haltbarkeitsdatum und spendete die Waren der Eschweger Tafel. Dabei kamen rund 1700 Kilo Lebensmittel zusammen. Das Open-Flair-Management, das ja an allen Tagen auch viele Mitarbeiter zu versorgen hat, stellte noch einmal 300 Kilo Waren dazu, so dass die Mitarbeiter der Eschweger Tafel an zwei Tagen rund 2000 Kilogramm bester Lebensmittel übernahmen, die an Bedürftige ausgegeben werden.

 

 

Die Mitarbeiter von foodsharing halfen tatkräftig mit, die 2000 Kilo gespendeter Lebensmittel in den Tafel-Lkw einzuladen.   Foto: S. Furchert

1500 Euro von den OG-Abiturienten für die Tafel

OG-Abiturienten spenden der Tafel 1500 Euro

ESCHWEGE. „Da wir sehr auf  Spenden angewiesen sind, mit denen wir fast unseren gesamten Etat und die Ausgaben bestreiten müssen, freuen wir uns sehr über ihre Spende. Denn damit können wir so manches Loch stopfen. Die Tafel und ihre Kunden sagen herzlichen Dank!“.

Die Dankesworte von Margot Furchert, der Vorsitzenden der Eschweger Tafel, die von einer Abordnung des Abitur-Jahrganges 2014 des Oberstufengymnasiums Eschwege einen symbolischen Scheck über 1500 Euro in Empfang nahm. Wenig später war der Betrag schon auf dem Tafel-Konto eingegangen.

Leonard Böhlert, der mit Anna Frieda Brockmann, Vanessa Brill und Lucas Biertümpfel den Betrag überreichte: „Dieses Geld, das für den Abi-Ball gesammelt, aber nicht vollständig gebraucht wurde, stellt der Abitur-Jahrgang der Tafel zur Verfügung“.

Das war mit den 170 Abiturienten so abgesprochen worden, die vor dem Abi-Ball zu dessen Absicherung einen Betrag auf ein Konto einzahlten und damit einverstanden waren, den Überschuss später einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen.

Die OG-Abiturienten durften aber auch mit Unterstützung von außen rechnen. Leonard Böhlert: „Wir danken auch der Open-Flair-Leitung, der Familie Benning, der A+P-Security und allen freiwilligen Helfern für ihre Hilfe und Unterstützung“.  (sf)

 

Beim Senioren-Nachmittag in Unhausen.

Die Eschweger Tafel geht auf Reisen

Nicht, um sich ein paar schöne Stunden zu machen! Immer mehr Landfrauenvereine und kirchliche Organisationen nehmen das Angebot an, dass sie eine Abordnung der Eschweger Tafel einmal besucht und die Tafel und ihre Tätigkeit näher vorstellt.

Margot und Siegfried Furchert waren in den vergangenen Wochen bei den Landfrauen in Rechtebach, Schemmern und Jestädt und beim Senioren-Nachmittag in Unhausen-Nesselröden zu Gast, wo sie mit einer Power-Point-Präsentation den Gästen die umfangreiche Arbeit der Tafel, ihre Mitglieder, freiwilligen Helfer und Spender vorstellten.

Der Vortrag stieß in allen Orten auf reges Interesse, die Referenten musste noch viele Fragen zur täglichen Arbeit und über den Kreis der Bürger beantworten, die von der Tafel unterstützt werden. Aber auch Fragen zur aktuellen Diskussion über die Tafeln waren zu beantworten, wobei die Referenten die Vorwürfe, die Tafel würden als "willkommene Abfallentsorger einiger Märkte" energisch zurückwiesen. Diese Vorwürfe entbehrten jeglicher Grundlage, versuchten nur, die Tafeln in ein difuses Licht zu rücken.

Mit einer Spende bedankten sich einige Orte für die Vorträge. In den kommenden Wochen ist die Eschweger Tafel mit ihrer Power-Point-Präsentation in Niederdünzebach und Weißenborn zu Gast.   (sf)

Vortrag bei den Landfrauen in Schemmern