Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter stellen sich vor

Das Montagsteam: Von links Gudrun Daniel, Anni Weber, Christa Gries und Gaby Dänicke. Zum Team gehört auch Christa Zeich.
Das Mittwochsteam: Von rechts Ulla Eisenhut, Anneliese Desenritter, Christina Etzrodt-Rempeters und Gabriele Heckendorf.
Das Freitagsteam: Von rechts Marianne Meister, Christa Köhler, Jutta Vaupel, Annemarie Köhn und Jürgen Heising.
Täglich, von Montag bis Samstag, sind die Fahrer der Tafel unterwegs und sammeln Lebensmittel ein.

Neuer FORD-Transit für die Eschweger Tafel

Die Eschweger Tafel freut sich über die Erweiterung ihres Fuhrparkes: Um den ständig steigenden Anforderungen beim Einsammeln von Spenden und der Übergabe an Bedürftige gerecht werden zu können, wurde dieser Tage ein neuer FORD-Transit in Dienst gestellt, mit dem vor

allem Stadtwege und Übergaben in der näheren Umgebung getätigt werden sollen. Der Kauf wurde mit Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und aus eigenen Mitteln finanziert.

Im Bild: Die Helferinnen und Helfer freuen sich über den Neuzugang, „der der Tafel sicher gute Dienste leisten wird!“ (Vorsitzende Margot Furchert).             Foto: Tafel

 

Der wiedergewählte Vorstand: V.li. Christa Zeich, Birgit Müller, Karin Hellwig, Margot Furchert, Roland Wedekind und Siegfried Furchert.

Tafel-Vorstand für zwei Jahre wiedergewählt

 „Mittel und Kräfte begrenzt“ – Ehrenamtliche Helfer gesucht

 

ESCHWEGE. Mit bewährter Führungspitze geht die Eschweger Tafel in die kommenden zwei Jahre. In der Jahreshauptversammlung sprachen die Mitglieder der 1. Vorsitzenden Margot Furchert, der 2. Vorsitzenden Birgit Müller, der Kassenwartin Karin Hellwig, dem Schriftführer Roland Wedekind  und den Beisitzen Christa Zeich und Siegfried Furchert  einstimmig das Vertrauen aus. Neu in den Vorstand gewählt wurde als Beisitzer

Jürgen  Heising.

Die Versammlung dankte dem Vorstand vor der Wahl für die bisherige vorzügliche Arbeit.  In ihrem Bericht sprach die 1. Vorsitzende Margot Furchert von einem Tafeljahr mit Höhen und Tiefen. Erfreulich sei, dass durch die eingehenden  Spenden von Lebensmitteln Woche für Woche rund 450 Menschen versorgt werden können. Rund 40 Tonnen gespendeter Lebensmittel wurden verteilt. „Mehr kann die Tafel aber nicht verkraften!“. Bei aber weiter steigenden Anmeldungen von Bedürftigen  muss deshalb voraussichtlich bald wieder ein Aufnahmestopp verhängt werden.

Die Vorsitzende betonte, dass die Arbeit der ehrenamtlichen Tafelhelfer immer wieder kritisiert werde. Die Vorsitzende: „Die Eschweger Tafel kann nur eine Zusatzversorgung leisten, kann keinesfalls die Aufgaben der Politik erfüllen. Auch unsere Mittel und die Kräfte unserer Helfer sind begrenzt. Unberechtigte Angriffe von Außen sind nicht dazu angetan, die Freude an unserem Ehrenamt zu steigern“. Ärger gibt es auch mit Tafelkunden, die sich nicht an die von der Bundestafel vorgegebenen Ausgabe-Richtlinien halten wollen.

Kopfzerbrechen bereitet, so die Vorsitzende, dass durch Krankheit immer wieder kurzfristig ehrenamtliche Helfer ausfallen. Da aber der tägliche Dienstplan nur eingehalten werden kann, wenn genügend Helfer zur Verfügung stehen, sucht die Eschweger Tafel weitere ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich, wenn auch nur stundenweise, zur Verfügung stellen (Auskunft: Telefon  0173-2569069).

Der Dank der Vorsitzenden ging an die Spender von Lebensmitteln und die Personen, die die Tafel finanziell unterstützten: „Ohne diese Zuwendungen von Firmen, Vereinen, Landfrauen, Jugendgruppen und Schulen wäre unsere Arbeit nicht möglich!“ Margot Furchert dankte aber auch den Fahrern und ehrenamtlichen Helfern, die Tag für Tag die Arbeiten in der Tafel vom Einsammeln der Waren bis zur Vorbereitung und Ausgabe übernehmen: „Es ist bewundernswert, was hier geleistet wird!“.    (sf)

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Ehrenamtskarte für Mitglieder der Tafel

Auch in diesem Jahr hat der Werra-Meißner-Kreis in Kooperation mit der Sparkasse und der VR-Bank wieder Ehrenamtskarten vergeben. 35 ehrenamtlich Engagierte nahen in der VR-Bank Witzenhausen diese Auszeichnung in Empfang.

Landrat Stefan Reuß gratulierte und betonte: "Wir wollen mit dieser Ehrenamtskarte Danke sagen für viele Stunden des Einsatzes. Das Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine großartige Leistung, die man sehr hoch bewerten muss! Viele wichtige Aufgaben, die die Politik nicht lösen kann, werden von Ehrenamtlichen übernommen!".

Unter den Gästen auch einige Mitglieder und ehrenamtlich Engagierte der Eschweger Tafel. Darunter die 84-jährige Eschwegerin Anneliese Desenritter, die in der Tafel jede Woche noch tatkräftig bei der Vorbereitung und Ausgabe der Waren mithilft. Sie will das auch in Zukunft tun, denn "diese Arbeit macht mir Spaß - und sie hält mich fit!"  (sf)

Mitglieder der Eschweger Tafel freuen sich über die Ehrenamtskarte. Landrat Stefan Reuß, Sachbearbeiter Horst Hartmann und VR-Bank-Repräsentant Uwe Linnenkohl (vordere Reihe links) gratulierten.

Über die Eschweger Tafel und ihre Arbeit

Der Vorstand dankte Gudrun Daniel für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand.

Im Jahr: 7000 Stunden ehrenamtliche Arbeit

In einem Jahr 80 000 Kilogramm Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben – Margot Furchert als Vorsitzende bestätigt

 

ESCHWEGE. „Wir haben ein arbeitsreiches Jahr hinter uns, haben es aber sehr gut geschafft, die steigenden Anforderungen zu bewältigen, weil wir gemeinsam angepackt haben!“, stellte Margot Furchert, die Vorsitzende der Eschweger Tafel im Jahresbericht in der Jahreshauptversammlung fest.

Die Vorsitzende dankte ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die „in rund 7000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit“ alle Aufgaben zufriedenstellend gelöst haben.

Die Vorsitzende hatte weitere Zahlen aus der Tafelarbeit parat. 420 Bedürftige werden von der Tafel betreut. An jedem der drei wöchentlichen Ausgabetage kommen zwischen 50 und 55 Kunden in die Hindenlangstraße, die jeder für sich oder ihre Familien Lebensmittel im Wert von mindestens 25 Euro abholen. „In einem Jahr haben wir rund 80 000 Kilogramm Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben“, teilte die Vorsitzende mit.

Möglich war das nur, weil Firmen und Einzelhandelsgeschäfte aus dem Kreisgebiet die Lebensmittel zur Verfügung stellten. Margot Furchert dankte allen dafür. Leider gibt es aber immer noch Firmen, die sich dieser Spendenaktion verschließen, so die Vorsitzende. Die Waren werden von Montag bis Samstag eingesammelt. Margot Furchert: „Unsere Fahrer bringen in der Woche 500 Kilometer hinter sich, rund 25000 Kilometer im Jahr“. Der vereinseigene Transporter hat mittlerweile schon 100000 Kilometer auf dem Tacho.

Auf die auch bei der Eschweger Tafel ständig steigende Zahl der Hilfebedürftigen hinweisend, betonte Margot Furchert, dass „auch in Zukunft die zunehmende Zahl der Menschen, die Hilfe bei uns suchen, viel von uns abverlangen wird. Ich hoffe, dass wir das auch in Zukunft schaffen!“. Die Vorsitzende hofft weiter, dass sich auch künftig Helferinnen und Helfer finden, die das Tafelteam bei seiner Arbeit unterstützen. Aber auch auf Spender, die durch ihre finanzielle Unterstützung mithelfen, die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. So konnte ein begehbarer Kühlschrank angeschafft werden. Margot Furchert: „Diese Spender sind ein echter Segen für uns!“.

Dankbar ist die Eschweger Tafel aber auch den Geschäften und Lebensmittelkonzer-nen, die mit Einkaufsaktionen das Warenaufkommen aufstocken und Lebensmittel zur Verfügung stellen. Enorm auch das Spendenaufkommen der Kirchen des Kreises anlässlich des Erntedankfestes. „Die Menschen aus Eschwege und dem Kreisgebiet haben ein Herz für die Tafel, das zeigt sich immer wieder“, stellte eine zufriedene 1. Vorsitzende abschließend fest. „Wir haben sehr viel Freude an unserem Ehrenamt. Es fordert zwar viel von uns, es gibt uns aber auch sehr viel!“.

Ihr 15-jähriges Bestehen will die Eschweger Tafel am 7. September mit einer kleinen Feier begehen. Bei den Wahlen zum Vorstand wurden die 1. Vorsitzende Margot Furchert und ihre Stellvertreterin Birgit Müller einstimmig wiedergewählt. Neue Kassenwartin ist Karin Hellwig, die Christian Gnaß ablöst, der nicht mehr kandidierte. Für Gudrun Daniel übernahm Roland Wedekind das Amt des Schriftwartes. Zu Beisitzern mit besonderem Aufgabengebiet gewählt Christa Zeich und Siegfried Furchert.                                   (sf)



Etwas Sinnvolles tun!

Warum sich Man Kin Lam aus Bad Sooden-Allendorf bei der Eschweger Tafel engagiert

 

ESCHWEGE. Warum gerade die Eschweger Tafel? Man Kin Lam, chinesischer Abstammung, aufgewachsen und wohnhaft in Bad Sooden-Allendorf, ist nach einem BWL-Studium in Göttingen auf der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. „In der Zeit der Suche und bis ich etwas gefunden habe, möchte ich aber auch etwas Sinnvolles tun“, beschreibt Man Kin Lam, warum er nach Vermittlung der Eschweger Freiwilligenagentur Omnibus gerade bei der Eschweger Tafel nachfragte, ob er als ehrenamtliche Kraft helfen kann.

Außerdem ist ihm wichtig, so Man Kin Lam, „dass noch verzehrfähige Lebensmittel nicht direkt in den Abfall wandern, sondern ein vernünftiger Weg der Weiterverwendung gefunden wird. Da die Eschweger Tafel für Bedürftige eine große Stütze ist, empfinde ich ihr Engagement unter dem Motto „Essen wo es hingehört“ als eine sehr gute Sache“.

Die Eschweger Tafel nahm Man Kin Lam mit offenen Armen auf. Die Vorsitzende Margot Furchert: „Bei uns sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfern immer willkommen! Bei unseren ständig wachsenden und vielfältigen Aufgaben und immer noch steigender Kundenzahl wird jede helfende Hand gebraucht!“.

Aber auch bei Krankheiten der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer muss schnell umdisponiert werden. Zum Beispiel zum Einsammeln der Waren in Eschwege und dem gesamten Kreisgebiet, denn die Fahrer der Tafel sind mit dem Mercedes Sprinter von Montag bis Samstag unterwegs. Ausgabe der eingesammelten und gespendeten Waren an die rund 150 Familien mit ca. 500 Personen ist dann Montag, Mittwoch und Freitag.

Man Kin Lam hilft beim Einsammeln der Waren. Mit Fahrer Tino Holzapfel, dem das Eschweger Jobcenter einen vom Europäischen Sozialfonds bezahlten Bürgerarbeitsplatz bei der Tafel vermittelte, besuchen die beiden nicht nur Eschweger Geschäfte, sie fahren auch Läden in Bad Sooden-Allendorf, Reichensachsen, Waldkappel, Sontra und Wanfried an. So kommen an einem Tag schon mal 100 Kilometer zusammen, ehe die Waren in der Eschweger Tafel in der Hindenlangstraße ausgeladen werden können.

„Die Arbeit bei der Eschweger Tafel macht mir viel Freude. Das ist eine Super-Tätigkeit, denn ich weiß, dass ich damit anderen Menschen helfe“, blickt Man Kin Lam auf die ersten Tage seiner Tätigkeit bei der Tafel zurück. „Ich möchte aber auch andere Menschen ermuntern, sich für eine solche ehrenamtliche Tätigkeit zur Verfügung zu stellen“, macht der Badestädter denen Mut, die noch zögern. Weitere Einzelheiten sind unter www-eschweger-tafel.de zu erfahren.   (sf)

 

Auch Roland Wedekind (links) und Dimitry Sharipov sind einige der 100 000 Kilometer mit dem Mercedes-Lieferwagen der Tafel gefahren.

100 000 Kilometer für unsere Kunden gefahren

Vor einigen Tagen konnten die Fahrer, die in den Geschäften und von Gönnern die gespendeten Waren für die Eschweger Tafel einsammeln, ein kleines "Jubiläum" begehen: Der Kilometerzähler des Tafel-Mercedes zeigte die stolze Zahl von 100 000 Kilometern an, die die Fahrer im Dienste unserer Kunden zurückgelegt haben.

Die Fahrer sind von Montag bis Samstag jeden Tag unterwegs, fahren täglich zwischen 70 und 100 Kilometern durch das ganze Kreisgebiet, um die gespendeten Waren einzusammeln, die dann an drei Tagen der Woche (Montag, Mittwoch, Freitag) an die Kunden ausgegeben werden.

Der Mercedes ist das vierte Transportmittel der Tafel seit der Gründung 1998 und verrichtet seit 2005 treue Dienste. Den Wagen fahren zur Zeit neben Dimitry Sharipov auch Lew Sonin, Roland Wedekind, Siegfried Furchert, Tino Holzapfel und Rudolf Herbst.

Gudrun Günter und Lew Sonin: An sechs Tagen in der Woche unterwegs.

Was wäre die Tafel ohne ihre Fahrer?

Gäbe es sie nicht, die Tag für Tag unterwegs sind, die in dem Mercedes-Kühltransporter der Eschweger Tafel Waren, Gemüse und Lebensmittel einsammeln, dann könnten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen den Kunden der Tafel auch nichts weitergeben. Sie ständen mit leeren Händen da. Wir möchten Ihnen zwei aus dem Personenkreis vorstellen, die für das Einsammeln der Lebensmittel verantwortlich sind: Gudrun Günter und Lew Sonin.

Die beiden fahren von Montag bis Samstag Bäckereien, Gärtnereien und Lebensmittel-Märkte in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf, Meinhard, Sontra, Wanfried und Waldkappel an, wo sie die zur Verfügung gestellten Lebensmittel, Gemüse usw. um- und einladen, die dann in der Tafel-Zentrale in der Hindenlangstraße in Eschwege noch einmal sortiert und zur Ausgabe bereit gestellt werden.

Gudrun Günter ist die einzige „Angestellte“ der Tafel. Sie wurde durch das Eschweger Jobcenter im Rahmen der EU-Aktion „Bürgerarbeit“ für 18 Monate als Fahrerin an die Tafel vermittelt, die hier einer Arbeit nachgeht, die vom Bundesverwaltungsamt aus EU-Mitteln bezahlt wird. Ihr bereitet diese Arbeit auch sehr viel Freude, wie sie betont. Deshalb will Gudrun Günter, wenn diese Arbeitsmaßnahme nach 18 Monaten ausläuft, sich dann auch „weiter ehrenamtlich bei der Tafel engagieren“.

Schon seit zehn Jahren, seit Juni 2002, engagiert sich ihr eifriger Fahrerkollege Lew Sonin in der Tafel. Lew Sonin kam mit seiner Familie 1994 nach Eschwege, war erst Kunde, ehe er sich dann als ehrenamtlicher Helfer zur Verfügung stellte. Auch deshalb, um sich für die Hilfe und Lebensmittel, die er jahrelang bekam, auf diese Weise bei der Tafel zu bedanken. Lew Sonin hilft aber nicht nur beim Einsammeln der Lebensmittel, er kümmert sich nach Ende der Fahrten auch um den Transporter, damit der immer dienstbereit ist.

Aber nicht nur Lew Sonin ist für die Tafel tätig, auch sein Schwiegersohn Dimitri Sharipov engagiert sich als Fahrer und Helfer, wenn es um kleine Reparaturen und Dienstleistungen in der Tafel geht. Und wenn Gudrun Günter und Lew Sonin am Wochenende einmal verschnaufen oder Urlaub haben, stehen mit Roland Wedekind, Fritz Schindewolf und Siegfried Furchert weitere Fahrer und ehrenamtliche Helfer bereit, die Waren einzusammeln.               (sf)

 

Beide sind zufrieden mit dem, was sie eingesammlt haben. Fotos: sf
Die "Mittwochs-Damen": Von links Erika Adolph, Monika Wetzke, Anneliese Desenritter und Ulla Eisenhut.

"Anderen Menschen zu helfen ist schön!"

Sie sind eine eingeschworene Gruppe, die vier „Mittwochs-Damen“, die an diesem Tag so wie die Teams an den anderen Ausgabetagen die gesammelten Lebensmittel in der Tafel nicht nur zur Ausgabe vorbereiten, sie auch an die Kunden weitergeben: Erika Adolph, im 77. Lebensjahr und seit zehn Jahren dabei. Anneliese Desenritter ist mit 82 Jahren die älteste Mitarbeiterin in der Tafel, aber noch genau so engagiert wie Monika Wetzke und Ulla Eisenhut, die im 64. und 66. Lebensjahr stehen und seit über vier Jahren in der Tafel helfen.

Die vier Helferinnen wollten nach ihrem Arbeitsleben „etwas Sinnvolles tun und nicht nur zu Hause herumsitzen“, wie sie einstimmig ihre Motivation schildern. Die vier, die auch im Privatleben einiges zusammen unternehmen, kommen sehr gern in die Tafel, wie sie versichern: „Uns geht es gut. Und es ist schön, wenn wir auch für andere Menschen etwas tun und helfen können!“. Aber auch die sozialen Kontakte, die sie zu den Kunden knüpfen, sind den vier Damen ganz wichtig.

Wie sehr die vier in ihrer Arbeit „aufgehen“, schildert Ulla Eisenhut, die noch immer mit den Folgen einer Krankheit zu kämpfen hat: „Wenn ich in der Tafel arbeite, vergesse ich meine Krankheit. Dann brauche ich keine Medikamente, diese Arbeit fördert mein Wohlbefinden!“.                          (sf)



Doris Hohmann, Gudrun Daniel und Hanne Liebeskind arbeiten gern für die Eschweger Tafel.

Nach dem Berufsleben etwas Sinnvolles tun

Seit zehn und neun Jahren sind sie nun schon Mitarbeiterinnen der Eschweger Tafel, aber noch kein bisschen müde: Hannelore Liebeskind und Doris Hohmann aus Eschwege, die als Team schon sehr lange zusammen arbeiten, indem sie die eingehenden Waren vorsortieren und später auch an die Kunden ausgeben. „Wir verstehen uns gut, sind ein gutes Team“ (zu dem Team gehört auch noch Anni Weber)  beurteilen beide zufrieden diese ehrenamtliche Arbeit, die sie auch künftig fortsetzen wollen.
Im Jahr 2002 zog die Schau-Werbegestalterin Hannelore Liebeskind, die in der Tafel alle nur „Hanne“ rufen, von Konstanz nach Eschwege. „Ich wollte auch als Rentnerin nach dem Berufsleben noch etwas Sinnvolles tun und als Zugezogene andere Menschen kennenlernen!“, Hannes Motivation, sich in der Eschweger Tafel zu engagieren.
Aber nicht nur bei der Lebensmittelausgabe wird Hanne Liebeskind gebraucht. Als die Tafel Ende des Jahres 2011 in die neuen Räume in der Hindenlangstraße 1b umzog, konnte sie bei der Gestaltung der Räume auch ihr grafisches Können als Werbegestalterin beweisen.
Als Doris Hohmann 2003 ihren Job als Verkäuferin für Damen-Oberbekleidung bei Karstadt Eschwege aufgab, wollte auch sie die Hände nicht in den Schoß legen. „Ich habe mir selbst eine sinnvolle Tätigkeit gesucht und sie bei der Eschweger Tafel gefunden“, erklärt sie ihren Eintritt in das Tafelteam im Januar 2004.
Damit aber nicht genug. Doris Hohmann ist auch noch Leiterin einer Osteoporose-Gruppe. „Und auch diese Tätigkeit gibt mir sehr viel“ versichert sie.

Gudrun Daniel: Nett zu Menschen sein
Mit Gudrun Daniel engagiert sich seit 2008 eine weitere weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Helferin in der Tafel, die 40 Jahre lang im Hause Karstadt/Hertie Eschwege Abteilungsleiterin war. Von Doris Hohmann auf die Tafel aufmerksam gemacht, zögerte Gudrun Daniel nach dem Erreichen des Rentenalters nicht lange, schloss sich der Tafel an.
„Ich bin Menschenfreund, ich brauche Menschen um mich. Und wenn man dann auch noch wie hier in der Tafel etwas Gutes tun kann, ist das umso besser“, ihre Argumente, warum sie ihre Freizeit zum großen Teil jetzt der Tafel opfert, wo sie auch im Vorstand als Schriftführerin mitarbeitet.
Ein weiterer Grund für ihr Engagement: „Wir geben den Menschen etwas. Und die freuen sich, wenn man auch mal nett zu ihnen ist!“.                     (sf)


Annemarie Köhn und Jutta Vaupel bei der Warenausgabe

Annemarie Köhn: Seit 13 Jahren dabei

Sie ist bereits seit 13 Jahren, also seit Gründung der Eschweger Tafel im September 1998 dabei: Annemarie Köhn aus Eschwege. Und noch mit dem gleichen Engagement wie am ersten Tag: „Weil mir die Arbeit viel Freude macht und weil ich bedürftigen Menschen helfen kann!“.

Begonnen hat das alles in der ersten Ausgabestelle der Tafel, im Eschweger Stadtteilladen auf dem Heuberg, wo „Oma Köhn“, wie sie die betreuten Kinder nannten, ehrenamtlich tätig war, mit den Kindern spielte, für sie kochte. „Damals haben mich die Tafelgründerinnen Annelie Henke und Iris Gleim angesprochen, ob ich ihnen bei der Ausgabe der Lebensmittel nicht einmal helfen wollte. Ich wollte, half gern und bin dabei geblieben“.

Viele Jahre bildeten Annemarie Köhn und Martha Grafe ein Duo, das an einem Ausgabetag die eingehenden Waren gewissenhaft sortierte und dann auch an Bedürftige ausgab. Martha Grafe ist aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden, Annemarie Köhn ist aber nach wie vor aktiv dabei und ist als am längsten bei der Tafel tätige Mitarbeiterin bei den Kunden sehr beliebt.

 

Ihre neue Partnerin bei der Ausgabe ist Jutta Vaupel aus Eschwege. Sie ist seit April 2010 ehrenamtlich bei der Tafel beschäftigt: „Ich war arbeitslos, fand nichts geeignetes. Da sagte ich mir: Such dir selbst was. Ich wollte unter Menschen kommen, anderen helfen. So bin ich zur Eschweger Tafel gekommen“, schildert Jutta Vaupel ihre Motivation.             

„Die Arbeit hier gibt mir sehr viel. Auch, weil ich Bekanntschaften zu anderen Menschen knüpfen, Beziehungen aufbauen kann. Und das tut mir gut“, freut sich Jutta Vaupel an jedem Tag, an dem sie in der Tafel aktiv sein kann.                     (sf)