WERRA-RUNDSCHAU:
Christa Gries (links) und Ulla Eisenhuth (rechts) beschenken Schorik Karapetian im Rahmen der Weihnachtsaktion der Giving-Tree-Stiftung. Foto: sfWeihnachtsaktion: Da strahlen Kinderaugen
Weihnachts-Spendenaktion der Giving-Tree-Stiftung und VR-Bank für 400 bedürftige Kinder im Werra-Meißner-Kreis
Von Siegfried Furchert
ESCHWEGE. Strahlende Kinderaugen schon vier Tage vor Heiligabend. In der Eschweger Tafel in der Hindenlangstraße freuten sich über 100 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien im Alter von 5 bis 17 Jahren über Weihnachtsgeschenke, die ihnen die Helferinnen der Eschweger Tafel aus der fünften Weihnachtsaktion der Giving-Tree-Stiftung und der VR-Bank Werra-Meißner zusammen mit einer Weihnachtstüte vom Strohmeyer-Verlag aus Langenhain und einer Stärkung des Eschweger Bistros Amelie überreichten.
Wie in der Eschweger Tafel freuten sich auch in der Arche Hessisch Lichtenau, im Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf und in der Tafel Witzenhausen rund 300 Kinder über die vorweihnachtliche Bescherung. Damit sorgen die gemeinnützige Giving-Tree-Stiftung und die VR-Bank in diesem Jahr für die Erfüllung von über 400 Wünschen von Kindern im Werra-Meißner-Kreis, die Weihnachten sonst vielleicht ohne ein Geschenk erleben müssten.
Wunschzettel am Weihnachtsbaum
Ihre Wünsche äußern konnten die Kinder bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der vier Einrichtungen in Eschwege, Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf und Hessisch Lichtenau. Diese Wunschzettel der bedürftigen Kinder hingen an Weihnachtsbäumen, die die VR-Bank in den Filialen dieser Orte aufstellte. Jeder Interessierte konnte Wunschpate werden und einen oder mehrere Wünsche im Wert von 30 Euro erfüllen. Übrig gebliebene Wünsche – das waren nur ganz wenige – wurden von der Stiftung und dem Kreditinstitut übernommen.
Die Giving-Tree-Stiftung kümmerte sich um den Kauf der Geschenke, die Verpackung und Lieferung. In der VR-Bank Hessisch Lichtenau nahmen die vier sozialen Einrichtungen die Geschenke entgegen, um sie dann kurz vor dem Fest an „ihre“ Kinder zu verteilen. Alle Kinder, die einen Wunschzettel bei einer Einrichtung abgegeben haben, dürfen sich auch über ein Geschenk ihrer Wahl freuen. Margot Furchert von der Eschweger Tafel dankte den Initiatoren für ihr Engagement.
Kunden direkt angesprochen
„Wir sind sehr stolz darauf, dass in diesem Jahr fast alle Wunschzettel von Wunsch-paten übernommen wurden. Es war eine sehr erfolgreiche Aktion“, betonte Stefan Fross, Vorstand der VR-Bank. Teamleiter Olaf Aschenbrenner verriet auch das Erfolgsrezept: „Wir haben viele Kunden direkt angesprochen und für diese Aktion begeistern können“.
Markus Schön, Vorsitzender des Vorstandes der Giving-Tree-Stiftung: „Oft sind es Wünsche nach Winterjacken, -schuhen oder sogar Socken, nicht so sehr Spielsachen. Das macht uns schon nachdenklich“. Umso mehr freut es ihn und Stefan Fross, dass auch in diesem Jahr wieder viele Wünsche der Kinder erfüllt werden konnten. „Fross: „Deshalb sagen wir allen Spendern Danke, auch im Namen der Kinder“.
HINTERGRUND
In 5 Jahren 5000 Kinderwünsche
Die Giving-Tree-Stiftung, in Hessisch Lichtenau gegründet, gibt es seit fünf Jahren. Ihr Mitbegründer Markus Schön, Vorsitzender des Vorstandes, zur Motivation der Stiftung: „In Deutschland lebt bereits jedes 6. Kind von Hartz IV. Im Werra-Meißner-Kreis sogar jedes 4. Kind. Und so sehr sich hier im Kreis Institutionen und Menschen wirtschaftlich und gesellschaftlich engagieren, Fehler in der Rahmensetzung kann auch bürgerschaftliches Engagement nicht völlig korrigieren. Die in Deutschland an sich gute wirtschaftliche Situation kommt in der Breite oft nicht an“.
Markus Schön zum Erfolg der Giving-Tree-Stiftung, die auch noch in anderen Landesteilen aktiv ist: „Das Wachstum der Stiftung hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Die ersten Weihnachtsaktionen liefen ab 2007 beschränkt auf Eschwege und Witzenhausen für 300 Kinder. Schon 2009 wurde die Marke von 1000 Kinderwünschen durchbrochen, und 2011 näherten wir uns der 2000er-Marke. Damit haben wir in fünf Jahren mit unserer Aktion rund 5000 Kinderwünsche im Gesamtwert von rund 150 000 Euro erfüllen können!“.
Die Steigerung im Kreis sei nur möglich gewesen, so Markus Schön, „weil so viele Bürger und Kunden der VR-Bank Werra-Meißner mitzogen und Wunschpaten wurden. Das bestärkt uns, im kommenden Jahr zusammen mit unserem Partner die sechste Aktion durchzuführen“. (sf)
Fleißige Hände: Die Geschenkausgabe wird vorbereitet.
"Wir kriegen das hier geschenkt, dass muss man wertschätzen", sagt die Frau in der roten Jacke. Erika Adolph, seit 13 Jahren dabei, und Monika Wetzke geben gern, solange Vorräte da sind. Foto: M. Schäfer
Eschweger Tafel versorgt über 400 Menschen
Die Eschweger Tafel versorgt Woche für Woche rund 400 Menschen mit Lebensmitteln, die sich diese mit ihrem schmalen Geldbeutel nicht leisten können. WR-Redakteur Matthias Schäfer besuchte die Tafel, schildert seine Eindrücke.
V o n M a t t h i a s S c h ä f e r
Die Lotterie beginnt pünktlich um 13.45 Uhr. Dort, wo gerade noch babylonisches Sprachengewirr geherrscht hat, macht sich erwartungsvolle Stille breit. Schnell schart sich um Ulla Eisenhuth eine dichte Menschentraube, viele Hände strecken sich der kleinen Frau mit dem lustigen Igelschnitt und dem gewinnenden Lächeln entgegen, um aus einer Plastiktüte eine Nummer zu ziehen. Wer eine tiefe Ziffer aus dem Beutelchen herausfingert, der darf gleich als einer der Ersten hinein in den Ausgaberaum und sich vieles von dem heraussuchen, was sich die Menschen, die sich hier in den kaltgefliesten Räumlichkeiten in der Eschweger Hindenlangstraße eingefunden haben, mit ihrem schmalen Geldbeutel nicht leisten könnten.
Ohne das, was sie später mit ihren kleinen Rollwägelchen oder in dicken Plastikbeuteln mit nach Hause nehmen, hätte das Gros der Menschen Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Denn wer sich in die Warteschlange der Eschweger Tafel einreiht, der ist unten angekommen in der Gesellschaft - bei sehr, sehr vielen reicht die kleine Rente oder der Hartz-IV-Satz nicht aus, um den eigenen Kühlschrank zu füllen.
„Eine große Hilfe“
Wie etwa bei der adrett gekleideten Frau aus Russland, die auch nach sieben Jahren in Eschwege noch große Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat. Über Georgien hat sie auf dem Heuberg eine neue Heimat gefunden - richtig angekommen ist sie hier nie. Ein Jahr lang einen Ein-Euro-Job, seitdem Grundsicherung - die berufliche Perspektive der heute 58 Jahre alten Frau ist gleich null. Seit einigen Jahren ist sie feste Kundin bei der Eschweger Tafel. „Eine große Hilfe“, sagt sie, holt sich ihre Wochenration ab und verschwindet - bis zum nächsten Mittwoch.
Woche für Woche machen es ihr mittlerweile 400 Menschen aus Eschwege und Umgebung gleich. „Wir haben in den letzten Monaten einen enormen Zulauf zu verzeichnen“, sagt Margot Furchert. Sie ist die „Chefin“ der Tafel - resolut und mit viel Engagement versucht sie, der immer größer werdenden Zahl Hilfesuchender Herr zu werden.
Pro Woche 500 Kilometer
Eine logistische Herausforderung. An sechs Tagen pro Woche ziehen die Helfer der Tafel los, um im Umkreis von 25 Kilometern all das einzusammeln, was in unserer Wegwerfgesellschaft als nicht mehr gut genug zum Verkauf eingestuft wird. Der kleine Mercedes-Transporter der Eschweger Tafel schrubbt so jede Woche an die 500 Kilometer. Am Steuer des Wagens sitzt Gudrun Günter. Ihre Welt sind die Hinterhöfe der Supermärkte oder Bäckereien, die die Tafel mit Lebensmitteln unterstützen. Heute ist Mittwoch, Markttag. „Das ist gut, da bekommen wir auch richtig frische Sachen“, sagt sie. Zusammen mit Siegfried Furchert, einem ehemaligen Journalisten, stapelt sie auf dem Eschweger Marktplatz prall gefüllte Kisten auf einen Sackkarren. Die Gärtnereien Montag, Skupio und Hollerbuhl geben reichlich, Salatköpfe, Tomaten, Gurken und Paprikaschoten wandern in den Bauch des Transporters.
Auch bei den vorherigen Stationen - dem Eschweger Lidl-Markt, dem Edeka-Neukauf in Wanfried und der Bäckerei Siemon in Heldra - hat sich die Fahrt gelohnt. „Man weiß natürlich morgens nie, was man bekommt“, sagt Furchert, der als Rentner nun fast täglich im Dienste der guten Sache unterwegs ist.
Engagement mit 76 Jahren
Eines aber ist sicher: Am Nachmittag vertrauen die Menschen, die seine Hilfe benötigen, darauf, dass die Ausgabetheke in der Hindenlangstraße gut bestückt ist. Dafür sorgt eine kleine Brigade ehrenamtlicher Helferinnen - die die angelieferten Lebensmittel vorsortiert, in Tüten packt, aufstapelt und portioniert. Eine von ihnen ist Erika Adolph. Auch mit 76 Jahren steht für sie außer Frage, sich ohne Entgelt für die Allgemeinheit zu engagieren. Seit 13 Jahren bei der Eschweger Tafel, zuvor bei der sozialpädagogischen Arbeit des Hausfrauenverbandes, kann sie sich noch gut an die Anfänge der Tafel erinnern - in einer Garage auf dem Heuberg hatten sie damals mit der Ausgabe von Lebensmittel begonnen.
Waren es damals noch in erster Linie Ausländer, so kommen in jüngster Zeit aber auch immer mehr Deutsche in die neuen Räume in der Hindenlangstraße. Rentner, die an oder unter der Armutsgrenze leben, aber auch junge Familien mit Kindern. Für alle gilt: Ohne Nachweis ihrer Bedürftigkeit werden sie nicht in die Kartei des Vereins aufgenommen. „Hier kann nicht jeder kommen“, sagt Margot Furchert. Nur wer eine Bescheinigung des Jobcenters oder einen entsprechenden Rentennachweis vorlegt, darf einmal pro Woche kommen, um sich eine oder auch zwei Tüten voller Lebensmittel zu ergattern.
„Geben was wir haben!“
Vieles dessen, was die Menschen mit nach Hause nehmen, hat das Haltbarkeitsdatum bereits überschritten. Brot und Brötchen sind von gestern – aber alles noch essbar. An Konserven wird verteilt, was eben gerade da ist. „Wir können nur das hergeben, was wir haben“, sagt Margot Furchert. Doch das ist für viele bitter nötig. „Ohne die Tafel könnte ich nicht existieren“, gibt eine Frau unumwunden zu. Zu 70 Prozent schwerbehindert, ist es nahezu unmöglich für die Witwe, noch eine Arbeit zu finden - die teilweise traurigen Karrieren der Menschen, die sich hier sammeln, ähneln sich.
Und auf der Warteliste der Tafel stehen noch viele Menschen, die die Hilfe brauchen.
Die Mitarbeiterinnen in den neuen Räumen
Endlich mehr Platz!
Die Eschweger Tafel von der Hospitalstraße in die Hindenlangstraße 1b umgezogen
ESCHWEGE. Darauf haben die Verantwortlichen der Eschweger Tafel und ihre rund 400 Kunden lange warten müssen, endlich ist es soweit: Am vergangenen Wochenende ist Tafel von der Hospitalstraße in die Hindenlangstraße umgezogen. „Endlich haben wir mehr Platz", freute sich das Vorstandsquartett Margot Furchert, Birgit Müller, Gudrun Daniel und Christian Gnaas, als es mit den Helferinnen und Helfern die letzten Möbel und Waren in die renovierten Räume in der Hindenlangstraße 1b (früher Bosch-Holzapfel) trugen. Hier werden heute bereits die ersten Waren ausgegeben. Zur offiziellen Übergabe der neuen Räume am kommenden Samstag, dem 2. Juli, erwartet der Tafel-Vorstand einige Ehrengäste.
Gerade der vergangene strenge Winter hatte das Raumproblem der Tafel verdeutlicht. „Da wir in unserem Ausgaberaum, in dem es auch bei der Warenausgabe schon immer sehr eng herging, keinerlei Lagerkapazitäten hatten, mussten wir gespendete Lebensmittel in einer Garage aufbewahren und mit Decken vor der Kälte schützen", erinnert sich die Vorsitzende Margot Furchert. Das ist nun vorbei. Nicht nur bei der Warenausgabe wird es kein Gedränge mehr geben, auch Lagerraum ist ausreichend vorhanden.
Genau so wichtig ist für den Tafel-Vorstand, dass man seinen Kunden, die bisher bei Wind und Wetter, auch im Winter, im Freien warten mussten, einen Aufenthaltsraum anbieten kann, ehe sie die Waren empfangen: „Gerade für ältere Menschen und Mütter mit Kindern eine Erleichterung", freut sich Margot Furchert, die außerdem dem Aspekt, dass es einigen Personen doch unangenehm war, in der Öffentlichkeit als Tafel-Kunden erkannt zu werden, große Bedeutung beimisst: „Sie sind jetzt weg von der Straße, niemand muss sich mehr schämen".
Über ein halbes Jahr hat der Tafel-Vorstand mit Unterstützung der Stadtverwaltung nach einem neuen Quartier gesucht, musste sich dabei einige zum Teil fadenscheinige und unglaubwürdige Absagen anhören. ehe der neue Vermieter ohne Zögern zusagte und der Mietvertrag für die Räume in der Hindenlangstraße unterschriftsreif war. Freiwillige Helfer renovierten die Räume, heimische Firmen bauten neue Regale, Schränke und Kühlschränke auf, zwei Werbe-Ateliers sorgten für die Beschriftung.
Der Vorstand der Eschweger Tafel hofft nun, dass sich die Ausgabe der gesammelten und gespendeten Waren auch in den neuen Räumen bald eingespielt hat. Es bleibt bei den drei Ausgabetagen Montag, Mittwoch und Freitag, an denen rund 400 Kunden (Singles und Familien) mit zusätzlichen Lebensmitteln versorgt werden, die die Helfer der Tafel von Montag bis Samstag einsammeln. Dabei leistet ein gesponserter Transporter gute Dienste, der durch einen von der EU teilweise bezuschussten Bürger-Arbeitsplatz besetzt ist, an dessen Beschaffung auch die Kreisverwaltung beteiligt war.
Dabei fährt der Transporter nicht nur Bäckereien und Lebensmittelmärkte in Eschwege an, auch in Bad Sooden-Allendorf, Wanfried, Waldkappel, Wehretal und Jestädt. Warenspenden bekommt die Tafel auch von großen Lebensmittelketten wie Lidl, Rewe, Edeka und Tegut, aber auch von den Tafeln in Kassel und Mühlhausen. „Ohne diese Waren könnten wir den ständig steigenden Bedarf bei uns nicht decken", dankt der Vorstand nicht nur diesen Spendern, auch den Schulen, Vereinen und Firmen, die in der Vergangenheit mit Sammelaktionen die Tafel unterstützt haben.
Die Waren werden von 25 ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern gesichtet, für die Ausgabe vorbereitet und an drei Tagen in der Woche an die Kunden verteilt. „Obwohl es noch immer einige große Eschweger Märkte und Geschäfte gibt, die nichts an die Tafel abgeben, hoffen wir, dass die Versorgung der bedürftigen Kunden auch in der Zukunft gesichert werden kann" blickt die Vorsitzende Margot Furchert hoffnungsvoll nach vorn. Waren- und Geldspenden werden deshalb auch künftig dankend angenommen. Die Vorsitzende Margot Furchert: „Willkommen sind aber auch Personen, die sich für die Arbeit der Eschweger Tafel interessieren und sich bei uns ehrenamtlich für diese soziale Aufgabe engagieren wollen!". (sf)
Großzügige Spender
Die Eschweger Tafel, die sich nur aus Spenden finanziert, freut sich nicht nur über regelmäßige Zuwendungen Eschweger Bürger und verschiedener Institutionen. Dabei kommt es auch vor, dass Spender unerkannt bleiben wollen. So freute sich der Tafel-Vorstand über so manche anonyme Spende. Wie zum Beispiel vor großen Feiertagen wie Weihnachten und Ostern. Oder vor einigen Tagen anlässlich des Johannisfestes: Im Tafelladen kam ein Umschlag ohne Absender mit 200 Euro an, mit der Bitte, den Betrag für die Tafel-Kinder zu verwenden. So wird es auch geschehen. Die Vorsitzende Margot Furchert: „Herzlichen Dank dem anonymen Spender! Das sind Gesten, die uns immer wieder neu für diese Arbeit motivieren!". (sf)
"Sehr dankbar, dass es die Tafel gibt!"

Die Ehrengäste Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Alexander Heppe und die Sponsoren Wilhelm Götting und Jürgen Knolle machten sich nach dem Rundgang durch die neuen Räume mit der Vorsitzenden Margot Furchert gleich nützlich, halfen mit, Waren in die neuen Regale einzuräumen. Foto: S. Furchert
Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Alexander Heppe beindruckt
ESCHWEGE. „Sie können stolz darauf sein, was sie bisher geleistet und hier neu geschaffen haben!“, das Kompliment von Landrat Stefan G. Reuß bei der offiziellen Übergabe der neuen Räume der Eschweger Tafel, die von der Hospitalstraße in der Hindenlangstraße 1b umgezogen war. „Unser aller Respekt und Dank gilt Ihnen allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben“, betonte der Landrat in Anwesenheit weiterer Ehrengäste und Sponsoren, „ohne dieses Engagement wäre das alles hier nicht möglich gewesen. Deshalb sind wir auch sehr dankbar, dass es die Eschweger Tafel gibt! Und auch die Menschen, die zu Ihnen kommen, denen Sie helfen, erfüllt das mit großer Dankbarkeit““.
Auch Bürgermeister Alexander Heppe war beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement der Tafel-Mitarbeiter, mit „dem sie immer wieder bedürftigen Menschen helfen. Ihre Arbeit ist sehr sinnvoll und es ist gut, dass sie diese segensreiche Arbeit in diesen neuen Räumen noch besser und sinnvoller verrichten können“. Landrat Reuß und der Bürgermeister sicherten der Tafel nicht nur weitere Hilfe zu, sie hatten auch Präsente mitgebracht, die sie wie auch einige private Sponsoren der Vorsitzenden Margot Furchert überreichten.
Landrat Stefan Reuß wie auch Bürgermeister Alexander Heppe scheuten sich aber auch nicht, die Situation anzusprechen, „warum wir solche Einrichtungen wie die Tafel in einem Land wie dem unseren überhaupt noch brauchen?“. Beide sind der Meinung, dass es trotz eines teilweise hohen Lebensstandards leider immer noch Menschen gibt, die dringend Unterstützung brauchen und auf die Hilfe der Tafeln angewiesen sind. Landrat Reuß: „Und an diesem Problem muss die Politik weiter und noch sehr viel arbeiten, sie ist nicht aus der Verantwortung entlassen“.
Für den Vorstand der Tafel begrüßte die Vorsitzende Margot Furchert die Gäste und alle Tafel-Mitarbeiter, dankte denen, die beim Umzug tatkräftig mithalfen und schilderte noch einmal die etwas mühsame Suche nach den neuen Räumen, nachdem die bisherigen in der Hospitalstraße den Ansprüchen nicht mehr genügten. Ihr besonderer Gruß galt den neuen Vermietern, die viel Verständnis für die Anliegen und Sorgen der Tafel zeigten.
Nach einem vom Bistro Amelie der Werraland-Werkstätten gesponserten Imbiss schloss sich ein Rundgang durch die neu eingerichteten Räume an, bei dem die Mitarbeiter der Tafel ihren Gästen Einblick in ihre Arbeit gaben. Während der kurzen Feier waren einige Mitarbeiter bereits wieder aktiv, sammelten weitere Waren, die in der kommenden Woche an die Kunden ausgegeben werden. So, wie das in der vergangenen Woche bereits dreimal geschehen ist. (sf)



